Pädagogische Grundgedanken

1. Grundhaltung

Wir begegnen dem Kind stets mit Respekt und Wertschätzung. Wir sind uns bewusst, dass das Kind ein aktives und kompetentes Wesen ist mit seinem eigenen Lern- und Entwicklungsprozess.

Ausgehend vom Alltag der Kinder arbeiten wir mit dem Situationsansatz, um Fähigkeiten altersgerecht zu fördern. Dies ist das oberste Ziel für alle Bereiche unserer Arbeit.

2. Pädagogische Ziele

Unser Anliegen ist es, eine individuelle Eingewöhnungszeit für ihr Kind zu gestalten, damit es sich in aller Ruhe an unseren Tagesablauf gewöhnen kann.

Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglicher Lebensraum, in dem sie spielen, essen, sich streiten und wieder vertragen, mit Freunden zusammen sind oder sich einen Ort zum Alleinsein suchen.

Die Kinder erfahren, dass sie durch ihre Ideen und Aktivitäten den Tag in der Gruppe mitgestalten und täglich Neues entdecken können. Dies geschieht durch einen ausgewogenen Wechsel zwischen freiem Spiel und gezielten Angeboten.

Wichtige Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit sind:

  • Sprache und Kommunikation
  • Soziale und emotionale Beziehungen
  • Bewegung und Kreativität
  • Spielen, Gestalten und Experimentieren durch u.a. Materialerfahrung
  • Förderung im kognitiven Bereich

Der Tagesablauf bietet den Kindern Zeit und Gelegenheit zu vielfältigen Tätigkeiten, wie Malen, Singen, Tanzen und Basteln. In langfristig geplanten Projekten können sich die Kinder mit ihren Fragen auseinandersetzen und ihren Interessen nachgehen (z.B. Waldtage).

Unsere Räumlichkeiten mit der nötigen Raumgestaltung, die Tagesstruktur, die Aktivitäten und unsere pädagogische Arbeit (Flexibilität, Beobachtungen, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit, usw.) bieten die Möglichkeit diese Ziele zu erreichen.

Eingewöhnungszeit

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Einrichtung, sich an neue Umgebungen und Bezugspersonen zu gewöhnen bedeutet für jedes Kind eine Herausforderung, da es sich an die neue Umgebung und neue Bezugspersonen gewöhnen muss.

Während der ersten Zeit begegnet das Kind noch unbekannten Kindern, Erwachsenen und Räumen. Es muss sich an neue Situationen, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche Trennung von den Eltern gewöhnen.

Ablauf und Dauer der Eingewöhnung

Der Eingewöhnungsprozess erfolgt individuell in einem Zeitraum von 4 bis 6 Wochen und wird von einer vertrauten Person, also Mutter oder Vater (oder Großeltern, Tagesmutter…) begleitet. Während der Eingewöhnungszeit entwickelt sich eine Beziehung zwischen Eltern, Kind und Bezugsperson. Wir orientieren uns dabei am „Berliner Eingewöhnungsmodell“.

Rolle der Bezugsperson

Die Bezugsperson baut eine vertrauensvolle und sichere Beziehung zum Kind auf. Hierbei ist genaues Beobachten notwendig, um die Vorlieben, Eigenarten und Interessen des Kindes zu erkennen und darauf einzugehen.

Durch offene Gespräche mit Eltern vor und während der Eingewöhnung schafft die Bezugsperson einen Rahmen, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Die Bezugsperson macht die pädagogische Arbeit transparent, gewährt Einblicke in den Tagesablauf und ist offen für Nachfragen der Eltern.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Bezugspersonen und Eltern stehen im ständigen und regelmäßigen Informationsaustausch. Hierbei ist uns ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander wichtig.

Wir arbeiten mit folgenden Methoden des Informationsaustausches:

  • Tür- und Angelgespräche für Kurzinformationen über den Tagesablauf und das gegenwärtige Befinden des Kindes
  • Elterngespräche finden in der Regel halbjährlich statt. Sie dienen dem Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes und der Information über die familiäre Situation und die Situation in der Gruppe. Hierbei steht stets das Wohl des Kindes und seine Entwicklung im Vordergrund.
    Bei Bedarf können seitens der Eltern oder Erzieherinnen Elterngespräche in kürzeren Abständen vorgeschlagen werden.
  • Elternabende finden zwei- bis dreimal im Jahr statt. Sie dienen zum Austausch an Informationen zur Gruppensituation und –aktivitäten und als organisatorischer Austausch.
  • Es finden gemeinsam mit den Eltern 3 Feste im Jahr (Sommerfest, Laternenfest, Adventsfest) in gemütlicher Atmosphäre statt.